Schweiz, Tonstudio, Geil!! Vol. 3!

Abschließend der dritte Teil des Studiotagebuchs aus der Schweiz!! Heute, Mister Phrosh!!
Viel Spaß beim Lesen und stay tuned!
PeaceLoveHopeFamily

Zum Glück wurde von Samstag auf Sonntag die Uhr auf Winterzeit umgestellt. So konnten wir dann doch wenigstens eine Stunde länger schlafen. Man sagt ja, dass Noch-Studenten, Studenten und Seit-Kurzem-Nicht-Mehr-Studenten nicht unbedingt immer mitten in der Nacht aufstehen.
Also, raus aus den Federn, ab durch den kalten Gang, Tür auf, in den kalten, kleinen Duschraum, wo innen an der Tür steht, man solle doch die Tür bitte zu machen, da die Sanitäranlagen beheizt werden! Hallo, wir sind hier irgendwo in einem Dorf auf einem Berg auf dem es über Nacht geschneit hat…da reicht es nicht, die Heizung auf Stufe 2 zu drehen. Das Frühstück war allerdings dann, wie von uns gewünscht, sehr Rockstar-like: Marmeladenbrötchen und Pfefferminztee mit viel Zucker! Yeah, das rockt!! 😉

Nach der kurzen Fahrt über die Schweizer Grenze im Studio angekommen, treffen wir wieder das uns mittlerweile bekannte Begrüßungsgebell des dort ansässigen Hundekomitees! Ja, nach drei Tagen heimisch fühlen geht. Heute ist der Gesang dran…nach dem Freitagssoundcheck und dem Turbo-Instrumente-Einspiel-Samstag wird heute geträllert, gerufen und geschrien was das Zeug hält. Natürlich weiß ich, dass auch ich einsingen muss heute, hab aber auf Grund meiner neu ausgebrochen Taschentuchabhängigkeit so meine Zweifel ob das was wird mit meinem Gekrächze… Erst ist Jesse dran mit Einsingen, danach Klaus. Vor allem Letzterer löst mit seinem unfassbaren Eingegröhle wieder riesen Stimmung aus. Ich mein, die anderen kannten das ja noch gar nicht, die Armen, die waren erst völlig überrascht, aber dann doch sehr amüsiert. Und dann war ich dran. Der Gesang geht in dem Song teilweise sehr hoch, bleibt dabei aber leider in der Bauchstimme, um das ganze „shoutiger“ zu machen. „Ich hab aber seit ’ner knappen Woche ’ne übertriebene Erkältung und ein Husten….schon mal neben ’nem Vulkanausbruch gestanden??!?!“ Mein Problem!
Ich hab’s aber dann wie gewohnt gänzlich ohne Probleme hinbekommen. Hab alles eingesungen, kam stimmlich in höchste Höhen, ohne jegliche Pausen und ohne was zu kopieren oder so’n Käse. Ganz der Profi eben!! (an die 61inch-Zensurbeauftragten: bitte den letzten Teil so lassen! Vielleicht glaubt das ja jemand!)

…und plötzlich waren die Aufnahmen beendet. Alles im Kasten! Alles fertig…ja, und wie, jetzt schon gehen?? Nee, Tom vom Synphonic Studio wollte noch ein kleines „Making of…“ drehen. Sehr cool, nochmal kurz an die Instrumente, alles gut ausleuchten, den Song noch ein paar Mal spielen und dabei aus verschiedenen Perspektiven gefilmt werden. Dann noch ein Abschiedsbild von fast allen Beteiligten.

Dann war’s aber soweit. Abbauen, einladen, Tschüss sagen oder besser: Wiederluege! 😉 Wenn man 3 Tage am Stück so intensiv miteinander gearbeitet hat gar nicht so einfach. Nochmal ins Hotel zurück, Sachen packen und losfahren! Glücklicherweise haben wir auch gleich die Schlüssel für die Hotelzimmer mitgenommen, und das auch erst nach ca. einer Stunde Fahrt bemerkt. Falls wir nochmal da hinkommen, haben wir auch gleich die Schlüssel parat – wie praktisch. 😉

Ich muss sagen, bei der Hinfahrt waren wir wesentlich aktiver als jetzt bei der Heimfahrt. Wir waren alle schon ziemlich erledigt und die Stimmung auf den Straßen hat auch nicht gerade die Stimmung im Auto aufgeheizt. Dunkel, verschneit, echt schön aber wenn man so 4 Stunden Fahrt vor sich hat…und überhaupt, Klaus, Jesse und Adrian haben es wirklich hinbekommen, drei Tage mit mir unterwegs zu sein ohne jetzt auch völlig verschnupft zu sein. Glückwunsch!!!

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Schweiz, Tonstudio, Geil!!! Vol. 2

Heute Teil 2 (der Samstag) vom Wochenende in der Schweiz in den Synphonic Studios! Adi hat euch vom Freitag erzählt, ich (Klaus) werde über den Samstag meine Eindrücke und Erfahrungen wiedergeben!

Viel Spaß beim Lesen und keep sharing this!!!!

8:00Uhr. Aufstehen. Kopfweh. Moment, da liegt einer neben mir! Achja, Jesse, wir schlafen ja jeweils zu zweit in einem Zimmer, Doppelbett… Aber diese Kopfweh… Kissen zu weich? Bett zu weich? Oder einfach nur die Aufregung, mit einem Profi im Studio gleich zu arbeiten? Naja, wahrscheinlich von allem etwas. Puh, aufstehen, umziehen, sich waschen, essen.  
Von Rotzel weiter nach Etzgen. 5 Minuten Auto fahren. Jesse, Phrosh, Adi und ich, irgendwie sieht fit und ausgeschlafen anders aus! 😀 aber ok, wir wissen um was es geht – geile Aufnahmen müssen her!!

9:18Uhr Ankunft in der Schweiz. Etzgen. Synphonic Studios. Das Land unserer Träume und Wünsche 😉 Tom und seine Jungs sind schon da, Kaffee und Gebäck erwarten uns, genauso wie die beiden besten Studio-Hunde auf der Welt, Luna und Shana (hoffentlich richtig geschrieben….). Kurzes Luft holen vor dem Sprung ins kalte Wasser ist angesagt doch dann:
It is recording time baby!!! 
Kopfhörer einstellen, Platz für sich selber machen, Instrumente stimmen und warm spielen.
Stimmen.
Soundcheck. 
Passt alles? Aber hallo! Die ersten Takes werden gespielt. „Kings and Queens“ heißt das gute Stück das wir aufnehmen wollen. Kurze Absprachen untereinander „Phrosh, wann kommt der Break genau?“ „Klaus, was spielst du da?“. Endlich gehts los!

11.43Uhr. Phrosh, die Maschine, hat seinen Drumpart reingehaun! Und wie er das gemacht hat! Keine 10 Takes hat der gute Mann gebraucht um es einzuspielen! Verdiente Mittagspause für alle. Hiphiphurray!!

 

13.03Uhr. Ich werde geweckt. Moment, warum werde ich geweckt? Ou, da bin ich eiskalt auf dem Studioboden mitten zwischen einem Flügel, Synthesizern und Verstärkern eingeschlafen…. Adi weckt mich. „Klaus, du bist gleich dran, Mittagspause ist vorbei und du musst den Bass einspielen!“ Zum Glück sind aber die Kopf- und Nackenschmerzen weg!!
Total verpeilt mach ich mich erstmal 5 min an die frische Luft. „Ruhig bleiben, hast ja die Läufe geübt, keinen Grund zur Sorge Klaus! „, mach ich mir selber Mut. 
Und tatsächlich, 7 Takes später, der Bass sitzt, die Drums sitzen, geil!!!
fehlt noch Gitarre und Gesang! Let`s keep this sh*t rolling!!

14:20Uhr Jesse ist mitten drin am Einspielen. Ist das der optimale Sound? Bisserl hier drehen, bisserl da drehen und schon ist auch Tom zufrieden mit dem Sound! Spur, nach Spur, nach Spur wird eingespielt, langsam aber sicher merkt man, dass man hier im Studio mit die beste Ausstattung zur Verfügung hat, die der Markt zu bieten hat. Man hört alles so klar und deutlich, das wir selber überrascht sind, wie geil wir doch klingen 😉
Aber weiter im Programm, Jesse haut in die Saiten! bam babam babam!

 

17:25 Uhr Langsam aber sicher sind wir fertig. Nicht mit der Welt, aber dafür mit dem instrumentellen Teil von „Kings and Queens“. Schlagzeug, Bass und Gitarre sind sauber und richtig geil eingespielt, die richtigen Tonspuren wurden ausgesucht und der Song steht!!! Wir können echt stolz sein auf uns, an einem Studiotag so produktiv gewesen zu sein! Jetzt noch etwas entspannen im Studio, bevor wir wieder Richtung Hotel fahren 😉

 

18:45 Uhr. Laufenburg. Schweizer Seite. Mexikanisches Essen. Endlich bekommen wir was warmes zum Essen heute! Und da es dazu auch noch Weltklasse schmeckt, werden unsere Lebensgeister auf ein neues Level für uns ausgelaugten Musikern gehoben. Zu viert sitzen wir zusammen, lassen den Tag noch einmal Revue passieren und planen den nächsten Tag und unsere Zukunft als Band. So muss das laufen, geiles Gefühl!

 

20:11Uhr Back im Hotel. Party ist angesagt! 70er, 80er und 90er ist das Motto heute Abend  dazu Schweizer Raclette und eine Quizshow, bei der man Serienmusik erraten muss. Das hier der Altersschnitt um einiges höher liegt als unser eigener, ist nicht wichtig.
Und natürlich, wer gewinnt die erste Sektflasche gefüllt mit Süßem?
Klar, Jesse 😀 Er erkennt als erster (und einziger) die Serie „Schwarzwaldklinik“ nur an der Titelmusik. Natürlich kannten wir auch auf Anhieb alle anderen Titelsongs der Serien und Filme, wollten den restlichen Gästen aber nicht den Spaß am Spiel verderben *hust* 😉

22.23Uhr Endlich gehts ab ins Bett. Oh, nein, kurzes Interview noch mit Adi und der Kamera. Eindrücke schildern, was ist heute passiert, wie geht es morgen weiter?
Dann aber Zähne putzen. Bisserl fernsehen. Licht aus. Kurzer Blick auf die Uhr „23.22Uhr“ ufff, so früh an einem Samstag ins Bett und dazu nicht einmal krank sein?!? Wecker um 8Uhr stellen. Morgen gehts weiter. GEIL!!!
Gute Nacht.