Make some Tourtagebuch, Tag 5

Es gibt wirklich Schlimmeres, als den ganzen Tag in einer Brauerei abzuhängen. Und das auch noch in den USA, wo ich nicht unbedingt eine Brauerei vermutet hätte. Es steht also nicht nur in München, sondern auch irgendwo mitten in der Wüste ein Hofbräuhaus, die „Brävery Brewing“. Jedoch läuft hier eben keine Bayrische Volksmusik sondern eher Led Zeppelin und Jimi Hendrix…geil!! Man sieht schon an dem Ä in Brävery, dass Deutschland und seine Umlaute für die Amis sehr exotisch, und dementsprechend beliebt sind. Überall sind Ä’s…auch auf den Stühlen draußen im „Biergarten“, auf denen ich mir den Sonnenbrand meines Lebens geholt habe.

Wir bekommen von jeder Biersorte ein kleines Probierglas hingestellt, wie zum Beispiel Grapefruit-Bier oder Bier mit Stickstoff…!?! Bier plus Kalifornische Sonne ist jedenfalls eine äußerst gefährliche Kombination…ob mit oder ohne Stickstoff!

 

Als erstes spielt unser „Onkel“ Jeffrey Bretz sein Soloprogramm. Super Cover-Songs zum Mittrommeln oder Mitsingen. Überhaupt ist die musikalische Mischung an Bands fast schon abenteuerlich. Eine „Quentin-Tarantino-Soundtrack-Surferrock-Punk-Band“, ein spitzen White Stripes Duo mit vertauschten Rollen, eine richtig geile „Grunge-Garagen-90ies-Schraddel-Rock-Band“, die so naiv drauflos schraddeln, dass es eine wahre Freude ist zuzuhören. Dann sind wir als letztes dran und ich mach mir so meine Gedanken, ob das was wir da gleich fabrizieren werden überhaupt hier her passt, vor allem nach dieser brutalen Surfer-Punkrock-Band, die so weit weg von dem eigentlich geplanten Unplugged-Konzert sind, wie wir im Moment von zu Hause. Wir fangen an zu spielen und alles ist ruhig…was zur Hölle!?! Gefällt’s denen nicht oder was is’ hier los…wie in Schockstarre verharren die Leute an den Tischen. Aber das Feedback direkt nach dem Konzert ist überwältigend, auch wenn ich „You’re the greatest drummer I ever saw“ ETWAS überzogen finde 😮

Jedenfalls sind alle völlig aus dem Häuschen wegen diesen Germans…der Shirt- und CD-Verkauf läuft dementsprechend gut! 😉 Die Leute hier sind einfach geil drauf!!!!

 

PS:

Spätestens wenn man bei dem Wind schwachsinnigerweise in den Aschenbecher ascht…oder wenn wir Jeff helfen Möbel in den Garten zu transportieren und vorschlagen, diese abzudecken falls es regnen sollte. Hallo…hier hat’s im Januar das letzte Mal geregnet…oder wenn ich in den Biergarten geh’ und zuerst überlege ob die Nachbarn sich nicht von der Musik aus den Boxen gestört fühlen…was für Nachbarn denn bidde??? 😀 😀

…spätestens dann merkt man, dass wir nicht von hier sind. Aber wir fühlen uns hier echt wohl, spätestens dann, wenn wir hören wie das Wetter in Deutschland gerade ist 😛Image

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