Make some Tourtagebuch, Tag 8

Nach etwas längerer Pause, hier mal wieder der aktuelle Stand vom Phroshinger:

Aufgewacht auf einem übertrieben weichen Sofa, in einem winzigen, vollgestellten und verrauchten Wohnzimmer mitten in Chicago, Lake View. Auf dem großen Röhrenfernseher laufen ununterbrochen extrem schlechte Soaps mit „the worst actors ever“ (Zitat). Es duftet etwas nach Katzenurin, auch die Katzenhaare haben sich über Nacht auf allen vorhandenen Textilien niedergelassen. Eine ältere Dame sitzt neben mir am Computer. Diese Dame ist so wunderbar direkt und sympathisch, dass man sie einfach lieben muss. Die Katze Anni, auch genannt Princess schleicht herum und sucht vergebens einen Platz zum Schlafen. Auf zum Frühstück; außerhalb…Chicago ist, wie zu erwarten war so dermaßen anders wie L.A. Die Architektur, die Leute, die Geschäfte aber vor allem das Wetter. So wie es in L.A. und Umgebung so gut wie nie regnet, so unbeständig und unberechenbar ist das Wetter in Chicago. Am besten hält man sich draußen mit einem T-Shirt, einer leichten Regenjacke, einer Winterjacke, einer Sonnenbrille, kurzen und langen Hosen auf.

5 Minuten Wetter in Chi-Town: Es ist erstmal generell schwül oder ziemlich kalt, dann fängt es an leicht zu nieseln, plötzlich kommt die Sonne raus, trocknet den Asphalt wieder, der darauffolgende Platzregen schwört den Weltuntergang herbei und abschließend weht ein unfassbar starker Wind wieder alles weg, als wäre nichts gewesen. Das klingt, als wäre es hier ziemlich schlimm. Aber es hängt natürlich auch immer davon ab, wo dieses Wetter herrscht. Falls solches Wetter aber in Chicago sein sollte, dann gehört das da eben hin und macht auch das Flair der Stadt aus. Auf den Gehwegen, aus den Autos und in den Restaurants läuft andauernd Musik. Aber eben halt meistens Gute, jedenfalls für unseren Geschmack.

Nach dem Frühstück geht’s nochmal kurz in den unfassbarsten Musikladen ever. Leider sehr, sehr teuer…neue, aber vor allem auch gebrauchte Instrumente, Gibsons aus den 50ern und 60ern. Alte Ludwig-Drumsets von 6 bis 10.000 $. Obwohl, wir haben doch Kreditkarten dabei…nope! Vielleicht ein Plektrum, oder zwei oder kurz was fragen… 😉

Nächster Programmpunkt: Kurz zu Jay und das Studio für Dienstag checken….eigentlich. Das „Kurz zu Jay“ wird zur Sightseeingtour in Sachen Style und Tonstudio. Wir klingeln, Jay öffnet und wir gehen die schmale Treppe hoch. Tataaa!!!!!! Was zur Hölle: zwei riesige Ledersessel, ein 450.000.000 Zoll LCD-Fernseher, Dolby-Surround, eine Bar, abgedunkelte Räume, Edelstahltoilette, Godfather- und Jimi Hendrix-Plakate, ein Kachelofen, alles schwarz/violett…einfach unfassbar. Ein kleiner Rundgang in den Hinterhof, ein etwas kleineres Tonstudio aber mit alles! 😉 Dann eine kurze Fahrt in das Studio, in dem wir ab Dienstag aufnehmen werden. Kurz gesagt: Geiles Studio, geile Leute…dann wieder zu Jay in’s „Candyland“. Sit down and relax…morgen geht’s dann endlich mal ab an die Arbeit!!?!

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